Von Zweigen, Lichtern & Chaos: Unser Weihnachtsmarkt-Aufbau

Von Zweigen, Lichtern & Chaos: Unser Weihnachtsmarkt-Aufbau

🎄 Aufbauchaos mit Happy End: Wie unsere Weihnachtsmarkt-Bude (fast) umgezogen wäre

Wenn man zum ersten Mal auf einem Weihnachtsmarkt in Schwäbisch Gmünd ausstellt, stellt man sich den Aufbau irgendwie romantisch vor:

Ein bisschen Deko hier, ein paar Lichter da, eine Prise Tannenduft und ein liebevolles „So, das haben wir geschafft!“.

Tja.

Sagen wir so: Die Realität hat uns freundlich, aber sehr deutlich erklärt, dass sie andere Pläne hatte.

🌲 Der Tag, an dem wir dachten: „So schwer kann das doch nicht sein.“


Unsere Bude stand – zumindest theoretisch – schon bereit.

Zumindest dachten wir das.

Voller Motivation sind wir morgens mit Thermoskanne, Werkzeug und einer Kiste voll selbstgesägter Tannenzweige angerückt.

Ja, richtig: Wir haben die komplette Deko selbst gemacht.

Weil wenn wir schon handgemachte Holzprodukte anbieten, dann bitte auch handgemachte Marktdeko.

Also:

Zweige zuschneiden, binden, befestigen, neu befestigen (weil sie runtergefallen sind), Lichterketten entwirren, Lichterketten neu entwirren (weil sie sich in den Zweigen verfangen haben), Regale rein, Tische rein, alles wieder raus, weil es doch nicht passt… und nochmal rein.


Es war ein bisschen wie Tetris – nur mit Holzdeko, Tannengrün und der Erkenntnis, dass die Bude innen irgendwie kleiner aussieht, als sie am Foto wirkte.


Lichter an, Nerven kurz davor auszugehen

Der Moment, als die Lichterketten endlich hingen, fühlte sich nach einem kleinen Sieg an.

Als wären wir Teil einer Reality-Show namens „Überlebe den Weihnachtsmarkt-Aufbau“.

Und wir waren jetzt mindestens im Halbfinale.


Zwischendurch die Kinder:

„Mamaaa, kann ich helfen?“

„Papa, ist das Regal gerade?“

„Warum riechen meine Hände nach Baum?“


Wir so:

„Alles gut, Schatz, wir dekorieren nur… bitte nicht an das Stromkabel fassen.“


🚨 Und dann kam die Kontrolle.

Gerade, wirklich gerade, als wir die letzten Holzaufsteller perfekt platziert hatten – und sogar einmal tief durchgeatmet haben – kam ein sehr freundlicher Mitarbeiter der Stadt.


„Ich müsste kurz etwas überprüfen.“


Wir lächeln stolz.

Endlich jemand, der sieht, was wir hier alles geleistet haben.


Er schaut.

Nickt.

Schaut nochmal.

Hebt die Augenbraue.


„Also… die Bude steht falsch.“

Wir: „Wie bitte???“


Er: „Ja, äh… die Stadt hat sie versehentlich nicht ganz nach Plan aufgestellt.“


Wir: „Und was bedeutet das jetzt genau?“

(Innerer Schweißausbruch inklusive.)

Er: „Wir müssten sie ein Stück verrücken.“

Wir: „ALLES?! Mit Lichtern, Deko, Tischen, Regalen, Ware…?“


Er schaut auf seine Unterlagen.

Wir schauen auf unsere schief sitzenden Zweige (die wir echt nicht nochmal neu binden wollten).


Dann kommt der Moment, in dem man merkt:

Auch der Stadtmitarbeiter hat Kinder und weiß, wie Chaos aussieht.

Er seufzt.

Schaut seine Kollegen an.

Dann sagte er den schönsten Satz dieses Tages:

„Ach… wisst ihr was? Dann verschieben wir’s einfach NACH der ersten Woche. Jetzt wär’s zu viel Aufwand.“

Wir hätten ihn fast umarmt.

 

🎉 Ende gut, alles gut – der Weihnachtsmarkt kann starten


Also blieb die Bude stehen –

schief nach Plan,

aber perfekt für uns.

Der Aufbau war vielleicht nicht ganz wie im Märchenbuch,

aber genau deshalb fühlt sich alles so echt, so familiär und so sehr „Wiens Wood“ an.

Und als abends die Lichter angingen und die ersten Besucher vorbeikamen, wussten wir:

Die Mühe, das Chaos, das Lachen, das Improvisieren – es war alles wert.

Schwäbisch Gmünd, wir sind bereit.

Der Weihnachtsmarkt kann beginnen! 🎄✨

Zurück zum Blog